Saalhausen, Lennestadt Sauerland





Saalhauser Bote / Heimatstube Saalhausen
redaktion@saalhauser-bote.de
Haupt Menu: [Startseite] [Saalhauser Bote] [In Saalhausen zu finden] [Bildergalerien/Routen] [Links] [Kontakt/Impressum]
 17.05.2021
Neue Ausgaben
Archiv
Kalender
Zum Artikel
Saalhauser Bote Nr. 28, 1/2011
Zurück Inhalt Vor

Sage vom Steinernen Kreuz gibt uns Rätsel auf

von F.W.Gniffke

Den hier abgelichteten vergilbten Zeitungsartikel erhielten wir von Frau Ilse Schneider aus Flape. Ein Datum ist nicht bekannt, der Verfasser ebenfalls.

Der Zeitungsartikel, den wir von Frau Ilse Schneider aus Flape erhielten
Der Zeitungsartikel, den wir von Frau Ilse Schneider aus Flape erhielten

Zu Beginn des Textes heißt es: „Wer schon einmal über den uralten Höhenweg gegangen ist, der von Hilchenbach kommend über Flape, Würdinghausen, Totenohl nach Wormbach führt, der sieht an einer Wegkreuzung, kurz vor Totenohl (Anm. d. Red. Gleierbrück) ein altes steinernes Denkmal. Es trägt die Inschrift: Anno 1713 S. Nikolaus, bitte für uns und hilf uns über Wasser und Land. Von diesem Steinernen Kreuz erzählt man im Volke folgende Geschichte:

Wegen der schlechten Lesbarkeit des Textes geben wir ihn hier verkürzt wieder. (In unserer Dorfchronik von 1984 auf S.289 zu finden (In der „Kurzen Geschichte der Pfarrei Saalhausen” von Pfarrer Jacobsmeier, 1921 ist die Sage nicht enthalten.):   Das Steinerne Kreuz
Das Steinerne Kreuz

„Vor langen Jahren, zur Schneeschmelze, sollen zwei Ritter den Weg gezogen sein, talabwärts zur Lenne, welche Hochwasser führte und die Brücke unter Wasserfluten gesetzt hatte. Da stieg der eine Ritter vom Pferde, kniete nieder und empfahl sein Leben durch ein Gebet dem hl. Nikolaus, während der andere erklärte, auch ohne St. Nikolaus durch das hohe Wasser zu kommen. Der Spötter versank mit seinem scheu gewordenen Pferde in den Fluten, und der fromme Ritter erreichte glücklich das trockene Ufer. Aus Dankbarkeit ließ derselbe auf der Anhöhe ein steinernes Kreuz mit Bildstock errichten, das heute noch steht. (Und 2009 /10 renoviert wurde, Anm. d. Redaktion. siehe auch Saalhauser Bote Nr. 25 Ausg. 2/2009)

Rätsel gibt uns die folgende Stelle in dem alten Text auf, wenn es da heißt: „.......Im Vertrauen auf sein gutes Pferd stürzte er sich in die Fluten und versuchte den Strom reitend zu überwinden. Allein die Flut war zu stark; sie spülte den Reiter vom Pferde und riss ihn mit fort.......Ross und Reiter sah man niemals wieder.”  

Auf dem Bräukelken, wo heute ein Feldkreuz steht, fand man einen roten Reitermantel, aus dem ein Messgewand gefertigt wurde, das noch heute zu den Paramenten der Saalhauser Pfarrkirche gehört. Es ist ein rotbuntes Messgewand mit geschlängeltem weißen Bande.” Wir vom Team des Saalhauser Boten haben bisher von dieser Version noch nichts gehört. Die Nachforschungen in der Pfarre ergaben auch keine Klarheit. Beide Küsterinnen, Frau Trilling und Frau Schöttler zeigten uns die vorrätigen Messgewänder, wussten aber auch nichts von dem in dem Artikel angesprochen rotbunten Messgewand.   Dies war es sicher nicht
Dies war es sicher nicht
Unser Foto zeigt ein altes Messgewand, es trägt ein aufwändig gearbeitetes Wappen der Familie Deitmer (Stifter), Foto unten.
Unser Foto zeigt ein altes Messgewand, es trägt ein aufwändig gearbeitetes Wappen der Familie Deitmer (Stifter), Foto unten.
Es ist auch rotbunt, aber es sind gestickte Blumen und hat kein geschlängeltes weißes Band.
Es ist auch rotbunt, aber es sind gestickte Blumen und hat kein geschlängeltes weißes Band.

Frau Trilling machte uns noch aufmerksam, dass ja viel alte Gegenstände und auch Paramente der Pfarre im Diözesanmuseum in Paderborn sein könnten. Wir werden sicher dort vorstellig werden.

Falls Sie liebe Leserin/Leser etwas über dieses rätselhafte Messgewand gehört haben, geben Sie uns doch bitte Nachricht und forschen Sie bitte mit.


Zurück Inhalt Vor

Diese Seite ist NICHT für einen speziellen Browser optimiert worden.

© 2004-2020 Heimatstube Saalhausen e.V., redaktion@saalhauser-bote.de