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Saalhauser Bote Nr. 28, 1/2011
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Junge Saalhauser Persönlichkeiten, über die zu berichten lohnt

Max Schmies wird in Berlin viertbester Tischler der Bundesrepublik
von Andrea Schmies

Ein echter Saalhauser Junge hat vom 10.- 13.11.2010 das Land NRW beim Bundeswettbewerb in Berlin-Bernau vertreten. Vorausgegangen waren die Tischlerprüfung bei der Innung in Olpe, die er als bester bestanden hatte. Von 29 Prüflingen hatte er die Nase ganz vorn und durfte zum Kammerwettbewerb am 02.09.2010 in Arnsberg antreten. Auch dort hat er das Ziel erreicht. Mit einer Stapelkiste aus Fichte, die er als erster den Prüfern vorlegte, konnte er überzeugen und erhielt die Einladung zum Landeswettbewerb.

Tischler Max Schmies, mit der Stapelkiste nach dem Kammersieg in Arnsberg am 02.09.2010.
Tischler Max Schmies, mit der Stapelkiste nach dem Kammersieg in Arnsberg am 02.09.2010.

Dieser fand am 09.10.2010 in Soest, ausgerichtet von der Handwerkskammer Dortmund, statt. Dort wurden die Ansprüche natürlich hochgeschraubt. Jetzt galt es einen Koffer herzustellen, mit Zinkungen gehalten und natürlich millimetergenau gearbeitet.

Ausbildungsbetrieb ist 
Schreinerei Reuter, 
Inh. Volker Schweinsberg, 
Von-Stephan-Str. 4,
57368 Lennestadt, 
Tel. 02721/81337


Das Gesellenstück wurde aus schwarz-durchgefärbten MDF gefertigt, hat einen Durchmesser von 1,80 m, Die Korpusse sind Spanplatte/ Pflaume furniert und auf Gehrung gearbeitet. Eine Besonderheit bringen die Vollauszüge mit, die komplett aus Holz gefertigt und selbst konstruiert sind. Die Fronten sind grifflos gehalten, durch Magnetdruckverschluss ( Tür) und Federschnapper ( Schubkästen).

Wieder gab er als erster sein Werkstück ab und hatte nun auch den Landessieg in der Tasche. Mit großen Erwartungen machte er sich am 10.11.2010 auf nach Berlin-Bernau. Dort wohnte man in einem Ausbildungszentrum der Handwerkskammer Berlin. Eingekleidet mit gleicher, gesponserter Kleidung der Fa. Boco bekamen alle die Wettkampfbedingungen genannt.

Nun musste ein „Taschenleerer” gebaut werden. Der Taschenleerer ist ein Fach ca. 45 x 50 x 12 cm groß mit nach oben zu öffnender Klappe. Darunter befindet sich eine Schublade, die man als Aufbewahrungsfach für die „Sachen aus den Hosentaschen” benutzen soll.

Auch jetzt war er schnell, 2 Tage Arbeitszeit war angesetzt. Bereits 40 Minuten vor Abgabezeit war Max fertig. Leider waren 3 andere auch schnell und noch ein bisschen genauer. So siegte Erik Brandenburg aus Brandenburg, 2. wurde Michael Gabriel aus Bayern und 3. Dominik Lehnen aus Rheinland Pfalz. Schon bei der Ehrung, die Samstags in Berlin stattfand stellte der Präsident der Handwerkskammer Berlin Herrn Konrad Steininger fest, dass die Punktezahl verdammt eng beieinander gewesen ist, und der 4. Platz dadurch wirklich undankbar war.   Nach der ersten verständlichen Enttäuschung, kam aber ein strahlender Max nach hause, immerhin war er 4. bester Tischler der Bundesrepublik Deutschland geworden.


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