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Saalhauser Bote Nr. 30, 1/2012
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Soldatenschicksale - Soldaten des II. Weltkriegs aus Saalhausen



Heinz Rameil-Riekes (Bruder von Georg Rameil), 4. Res. Flak, Abt. 236, wurde am 18. November 1920 als Sohn der Eheleute Heinrich und Helene Rameil in Gelsenkirchen geboren.

Zum Wehrdienst wurde er am 21. Januar 1940 einberufen und diente in der Flachkaserne in Oldenburg. Vom 12. Oktober bis 29. November 1941 nahm er an einem Ufa-Lehrgang teil. Am 28. Dezember 1942 wurde ihm das Eiserne Kreuz II verliehen. Neben Einsätzen in Belgien und Frankreich kam er auch an die Front nach Russland, wo er am 7. Dezember 1942 verwundet wurde und am 8. Dezember 1942 an den Folgen der Verwundung starb. Am 9. Dezember 1942 wurde er auf dem Heldenfriedhof in Morosowskaja beigesetzt.

Der Redaktion des Saalhauser Boten liegt jeweils eine Abschrift der Schreiben vom 8.12.1942 und 26.2.1943 vor, mit folgendem Inhalt:

Dienststelle 15125. OU., den 8.12.1942 Sehr geehrte Frau Rameil, ich habe die traurige Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Gatte, der Uffz. Heinrich Rameil, 4. Res. Flak, Abt. 236, am 8.12.1942 in einem Feldlazarett gestorben ist. Ihr Gatte wurde durch einen Bauchschuss so schwer verwundet, dass es trotz sofortiger Operation durch erfahrene Fachärzte nicht möglich war, ihn am Leben zu erhalten. Ich spreche Ihnen zu diesem schweren Verlust mein aufrichtiges Beileid aus. Ihr Gatte, der in treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland sein Leben gab, wird am 9.12.1942 mit militärischen Ehren im Heldenfriedhof zur Morosowskaja beigesetzt werden.

In allen Fürsorge- und Verantwortungsfragen wird Ihnen das zuständige Wehrmachtfürsorge- und Versorgungsamt, dessen Standort bei jeder militärischen Dienststelle erfragt werden kann, bereitwillig Auskunft erteilen. Der mit ins Lazarett gebrachte Nachlass wird Ihnen baldigst zugestellt werden.

In tiefer Ehrerbietung (...) gez. Dr. Burchardt, Oberstabsarzt und Chefarzt

Schreiben vom 26.2.1943 von Oberleutnant Heine, Feldp.Nr. L-16331, Luftgaupostamt Breslau, an Frau Helene Rameil, Saalhausen:

Sehr verehrte Frau Rameil, in Würdigung der Verdienste und für besondere Tapferkeit vor dem Feind wurde Ihrem Sohn das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen, das ich Ihnen in diesem Brief übersende. Möge die Gewissheit, dass seine Leistungen auch höheren Orts anerkannt werden, Ihnen ein Trost in dem schweren Leid sein, dass Sie betroffen hat.

Nach Mitteilung des Lazarettes ist es mir jetzt möglich, Ihnen die Ursache des Todes sowie nähere Einzelheiten zu schildern. Ihr Sohn wurde am 7.12.1942 durch einen Bauchschuss so schwer verwundet, dass er trotz sorgfältiger Operation am 8.12.1942 in einem Feldlazarett gestorben ist. Am 9.12.1942 wurde Ihr Sohn auf dem Heldenfriedhof Morosowskaja beigesetzt.

Ich hatte in Ihrem Sohn einen tapferen, einsatzfreudigen Soldaten kennengelernt, dessen Tod mir und der gesamten Batterie nahegeht.

In tiefempfundener Anteilnahme an Ihrem schweren Verlust, verbleibe ich, auch im Namen aller Angehörigen der Batterie,

gez. Heine, Oblta.




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