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Saalhauser Bote Nr. 37, 2/2015
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Weihnachten ist international – auch in Gleierbrück

von S. Krippendorf


Bereits im Herbst 2014 nahm die Anzahl der Asylbewerber in Deutschland deutlich zu – und damit auch die Belegungszahlen im Asylantenwohnhaus in Gleierbrück. Die Gleierbrücker Dorfgemeinschaft beschloss, den dort lebenden Kindern eine Weihnachtsüberraschung zu bereiten. Trotz vieler Diskussionen im Vorfeld waren alle sich einig, dass all diese Kinder entwurzelt und heimatlos geworden sind – unabhängig von den Ursachen, die ihre Eltern zum Verlassen der Heimat bewogen haben. Sie sollten daher an der Weihnachtsfreude und dem Frieden teilhaben, den wir alle hier in unserer Sauerländer Heimat so schätzen.

Dank der engagierten und freundlichen Kooperation der Stadt hielten wir daher schnell eine Liste – unter Wahrung des Datenschutzes – mit Angaben zu Anzahl, Alter und dem Geschlecht der unter 18jährigen Bewohner des Asylantenheimes in der Hand. Mit viel Engagement wurden dann ca. 40 Päckchen gepackt – jeweils geschlecht- und altersgerecht. Liebevoll wurden Geschenke ausgesucht – den selbst gesetzten Rahmen von 15 € haben viele sicherlich überschritten, um den Kindern wirklich eine außergewöhnliche Freude zu bereiten.

Am 24. Dezember vormittags ging es dann los. Beschleppt mit Geschenken, alkoholfreiem Punsch, selbst gebackenen Keksen und einem kleinen geschmückten Baum begab sich die Gleierbrücker Abordnung vor das Haus. Leider war die Aktion zwar durch einen Aushang angekündigt worden, aber nur in deutscher Sprache, so dass die Überraschung wirklich groß war. Wenige der Bewohner sprachen Deutsch und versuchten, zu übersetzen und uns bei der Organisation zu helfen. Wirklich überrascht waren wir von der Gastfreundschaft – obwohl offensichtlich niemand so recht verstand, was wir wollten, wurden wir sofort in die kleinen, spärlich möblierten Zimmer gebeten und eh wir unseren Punsch anbieten konnten, wurden wir schon mit Tee versorgt.



Als Addel Schröder als Nikolaus verkleidet auftauchte und die Geschenke verteilte, war das Strahlen der Kinder besonders berührend. Die Grenze zwischen Fassungslosigkeit und Freude war schmal und das Strahlen, wenn sie begriffen, dass es wirklich Geschenke für sie persönlich waren, umwerfend.

Gott sei Dank hatten wir einige Reservepakete, da sich die Belegung zwischenzeitlich schon wieder verändert hatte – jedes Kind bekam ein Paket. Als ich das Haus als Letzte verließ, sah ich, wie einer der Väter den Baum und die Weihnachtstischdecke darunter streichelte – da standen mir die Tränen in den Augen. Für alle Beteiligten war es sicher ein gelungener Beginn des Weihnachtsfestes.

Dieses Jahr wird die Geschenkaktion für die im Asylantenheim Gleierbrück lebenden Kinder von den Firmlingen unserer Gemeinde organisiert und vorbereitet, die sich sicherlich über Unterstützung und Spenden freuen würden. Die Dorfgemeinschaft Gleierbrück ist jedenfalls wieder dabei!


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